Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Yeti V.I.B. 150 – Ultraleichter Daunenschlafsack für Sommertouren

Die Quecksilber-Skala steigt merklich nach oben und so ist es mal wieder an der Zeit sich dem Schlafsystem für Sommertouren zu widmen. Eigentlich ist man mit dem Cumulus X-Lite 200 gut bedient gewesen, nur bietet dieser gerade in warmen Sommernächten nicht die Möglichkeit einen RV zu öffnen oder den Schlafsack komplett offen zu nutzen.

Packmass

Ein Hauch von Nichts hat man beim VIB 150 der Marke Yeti in den Händen. Mit einem Volumen von 1,5 Liter im gepackten Zustand ist der Schlafsack zwar länger, dafür aber auch dünner im Umfang als der X-Lite 200. In beiden Fällen hat man nahezu kaum Platzverbrauch im Rucksack. Die Abmessungen des Yeti VIB 150 sind eventuell sogar noch etwas attraktiver, da der Packsack wie der große Bruder der Isomatte wirkt und so gefühlsmässig besser verstaut werden kann.

Temperaturbereich

Konzipiert für Sommertouren kann man durchaus mehr aus dem Yeti Schlafsack herausholen. Eigentlich hat der Daunenschlafsack nur einen Komfortwert von +13°C, in Kombination mit einer Daunenjacke und einer warmen Isomatte kann man sicherlich noch ein paar Grad herausholen.

Comfort +13°C, Limit +9°C, Extrem -3°C

Pimp your Yeti

Eine weitere Option wäre in Anbetracht der bereits vorhandenen H-Kammer Konstruktion ein nachträgliches Auffüllen mit Gänsedaune. Man neigt automatisch zum Apfel-Birnenvergleich, aber ungeachtet des Cuin-Wert beim Cumulus Schlafsack würden beide Schlafsäcke zumindestens 50 Gramm Daune unterscheiden. Welchen Standard Cumulus angibt, ob EU-Standard oder unerwartet doch den US-Standard, ist leider beim flüchtigen Blick auf die Cumulus Homepage nicht direkt ersichtlich.

Flexibel mit dem V.I.B. 150

Ein riesen Vorteil beim VIB 150 und einen sehr großen Nachteil beim X-Lite 200 ist der vorhandene bzw. eben nicht vorhandene RV. Beim VIB 150 verwandelt man den Daunenschlafsack locker in eine Daunendecke oder in einen halben Daunenquilt. Der Cumulus X-Lite 200 bietet hingegen keine Flexibilität und ist gerade in warmen Nächten dann doch eher eine portable Sauna.

Zum Lüften und Trocknen bietet so der XLite nur die Lösung ihn mal auf links zu ziehen, den VIB 150 kann man komplett als Decke auf das Zelt legen und ihm seine Auszeit gönnen.

Außengewebe: SupCell (100% Nylon)
Innengewebe: UltraCell (100% Nylon)
Maß: 192 x 82 x 54 cm (L),
im Packsack: 9,5 x 9,5 x 21 cm
Gewicht: ca. 415 g
Füllung: 150 g,
800+ European Downs 95/5 pro inch3,
US Standard: around 870 inch3,
H-Kammer Verarbeitung

Fazit

Der Yeti VIB 150 bietet für uns auf Touren in warmen Gefilden die beste Wahl. Kombiniert mit der Exped SynMat UL 7 und einer Daunenjacke kann man den Schlafsack aber noch weit öfters nutzen. In der Kombi wäre auch das Limit +9°C als Komfortwert durchaus realistisch.

Überlegen kann man sich noch, ob man dem VIB 150 ein Upgrade auf 200 Gramm 800+ Gänsedaune gönnen mag. Er würde zwar nicht mehr 415 Gramm wiegen, wäre aber noch mal wärmer bei gleichbleibener Flexibilität. In den H-Kammern sollte eigentlich Platz genug für 50 Gramm weitere Gänsedaune sein

Der Artikel wurde uns vom Hersteller oder Shop zu Testzwecken und zur Produktvorstellung zur Verfügung gestellt. Unsere Meinungen & Bewertungen sind jedoch unabhängig von Samples oder Vorgaben irgendeiner Art.
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About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

3 Enlightened Replies

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  1. Rogerio sagt:

    Ich hab den leichten Yeti auf einer Tour durch Italien benutzt und war und bin immer noch sehr zufrieden. Ganz ohne Schlafsack geht es eben nicht und manchmal sind die Nächte ja doch etwas frischer. Das geringe Packmaß spricht natürlich noch für sich!

  2. ceph sagt:

    Ich bin mit dem VIB 150 auch zufrieden, besonders der lange Reißverschluss ist mir im Sommer sehr wichtig. Außerdem sind mir schwarze Schlafsäcke lieber als knallbunte
    (besseres Trocknen in der Sonne, weniger sichtbar für andere, wenn man im Freien rum liegt).
    Der Schlafsack ist auch sehr weit geschnitten, man liegt also nicht wie bei vielen anderen UL Schlafsäcken wie eine Pellwurst zusammen gepresst herum.
    Natürlich führt ein weiter Schnitt auch zu einem schlechteren Verhältnis von Dauenfüllung zu Wärmeleistung…

    Der Packsack ist groß genug, um den Schlafsack ohne Mühen hinein zu bekommen, ich verwende trotzdem meistens einen anderen 4l Packsack, um die Daunen nicht zu sehr zu quälen. Ein geeigneter Aufbewahrungssack wird ebenfalls mitgeliefert.

    Der Stoff ist ok/angenehm und lässt bei mir ein paar vereinzelte Daunen durch…

    Made in Germany (Görlitz) ist für mich auch noch ein (zweitrangiger) Kaufgrund gewesen.

    mfg

    • Christian | UL-Trekking.de sagt:

      Hallo,

      auch hier wieder vielen Dank für Dein Kommentar zum Schlafsack.

      Stimme Dir in vielen Punkten zu.

      Man darf eben nicht vergessen, dass der VIB 150 ein Schlafsack für warme Nächte ist und er dort eben auch nur seine Vorteile ausspielen kann. Mit dem Cumulus X-Lite 200 fühle ich mich zwar etwas wärmer in der Nacht, das liegt aber mitunter an Daunenmenge bzw. Konstruktion und hat dort jedoch das „Pellwurst-Gefühl“ 😉

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