Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Yeti Purity – Wenn die Daunenjacke eine der leichtesten Jacken sein soll

Soll eine effektive Isolationsschicht auf Tour her, dann gibt es wohl kein besseres Wärme-/Gewichtsverhältnis als bei Daunen. Kunstfaser bringt Vorteile wenn es auf Tour zu nass wird, Daunen ist „noch“ anfällig für Feuchtigkeit, wobei die Firma Berghaus auch hydrophobe Daunen auf der ispo in München präsentiert haben, die auch diesen Vorteil für Kunstfaser wohl auf langer Sicht rauben wird.

Wenn man nun jedoch auf Tour auf das Gewicht achtet und sich schon auf Daune festlegen mag, dann gibt es aber auch bei Daunenjacken einige leichte Modelle, die zum Teil Gewichtsrekorde gebrochen haben. Interessante Modelle für Freunde der leichten Ausrüstung kommen natürlich aus Sachsen. Von der Firma Yeti gibt es nicht nur leichte Daunenschlafsäcke, sondern natürlich auch  reizvolle Kleidung für Grammjäger.

Mit oder ohne Kapuze

Durchaus eine Glaubensfrage ob eine Daunenjacke immer eine Kapuze besitzen muss oder ob man nicht auch ein Modell ohne Kapuze nehmen kann. Bei uns steht die nächste Tour vollkommen unter dem Thema „So wenig Gewicht wie möglich“. Das Gewicht und Packmaß ist bei der Yeti Purity verschwindend gering oder wie soll man 250 g in der größe „L“ bezeichnen? Eine Kapuze wird man auf unserer kommenden Tour wohl nicht benötigen. Die Wahrscheinlichkeit dass man die Daunenjacke dauerhaft unter einer Hardshell tragen wird, ist sehr groß und eine Kapuze in den Momenten wohl eher störend. Wenn man die Jacke dann doch mal nicht tragen sollte und diese im Rucksack verstauen möchte, lässt sich die Yeti Purity in der Tasche verstauen und besitzt dann ein kleines kompaktes Packmaß. Eben typisch für eine Daunenjacke.

Daunen

Es gibt leider nicht überall schöne Angaben bei den Herstellern. Manche Marke erschwert es regelrecht die eigenen Produkte mit Konkurrenzprodukten detailliert zu vergleichen. Yeti bietet hier aber genügend Informationen, hat aber auch nicht wirklich etwas zu befürchten! Wenn man 80 g polnische Gänsedaune mit 800er Fillpower und 95/5er Mischung verarbeitet gibt es wenig zu meckern. Verpackt werden die Daunen in dem laut Yeti derzeit leichtesten daunendichten Material am Markt (Lightygram). Es soll dabei so dick sein wie ein menschliches Haar. Ob Lightygram jedoch immer noch das leichteste Material ist oder ob es bei Mountain Hardwear nicht schon einen leichteren Nachfolger gibt, muss man später mal vergleichen. Es ist aber winddicht und wasserabweisend, wiegt kaum etwas und ist noch dazu robust. Irgendwann einmal auf einer der OutDoor Messen konnte man mit einer Drahtbürste ein Kissen mit dem gleichen Material „quälen“, wobei der Stoff gänzlich unbeeindruckt geblieben ist. Simpler Test, klare Botschaft.

Handling

Auch bei einer Daunenjacke kann man sich einen Blick auf das Handling erlauben. Es ist zwar etwas zu detailliert, wenn man nun jedes kleinste Detail bewertet, aber es gibt auch Punkte, die man erwähnen sollte. Einer dieser Punkte ist das Packmaß. Von den beiden abgedeckten RV-Schubtaschen fungiert eine der Taschen als Verstaumöglichkeit für die Jacke. Erkennbar ist die Tasche direkt schon am RV-Zipper. Dem Fettnäpfchen das Gewicht der Jacke unnötig zu steigern ist man so schon einmal gut ausgewichen, denn so mancher Hersteller von Daunenjacken gibt der Jacke noch einen extra Packbeutel mit. Alles natürlich etwas unnötig.

Die Ärmelbündchen sind elastisch. Wenn man die Jacke ohnehin nur als Midlayer tragen wird, stört einem der Ärmel nicht. Trägt man die Jacke solo, dann kann man Klettverschluss vielleicht in Kombination mit Handschuhe vermissen, gleichwohl treibt man so aber unnötig das Gewicht in die Höhe.

Will man den Schnitt beschreiben, so ist dieser sehr enganliegend. Man selbst trägt „L“ und die Jacke liegt dabei eng genug an, um nicht beim Bewegungsablauf zu stören oder unnötig Zwischenräume zu schaffen. Die eigenen Vorlieben kann man vielleicht als next-to-skin bezeichnen, denn ob nun Hard-, Soft- oder Isoshell, Bekleidungsstücke sollten technisch geschnitten sein, damit mir gefallen können und diesen Wünschen wird die Jacke mehr als recht. Sie ist perfekt um sie unter einer Hardshell zu tragen, sitzt bequem im Soloeinsatz und macht bei Pausen, wie auch bei der Sicherung beim Klettern einen guten Eindruck.

Fazit

Sicherlich nicht die günstigste Daunenjacke, dafür aber überwiegend „Made in Germany“ in einer guten Qualität, im guten Schnitt und für Grammjäger natürlich besonders wichtig, mit einem geringen Gewicht (250 g/ Größe L) gesegnet.

Wie angekündigt wird die Jacke noch in Schottland ausgiebig getestet und im Anschluss natürlich über die Praxiseinsätze auf Tour berichtet.

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About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

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