Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Vibram Five Fingers Sprint Schuhe, Sandalen oder die leichtesten Treter?

Man könnte meinen, man hat die Qual der Wahl. In Schweden sind wir einige Tage in Stockholm und wollen uns dort die Umgebung, die Kultur, die Museen & natürlich auch die Kneipenkultur anschauen. Gleichzeitig braucht man aber auch Schuhe, die beim Furten sicheren Halt geben und „nass“ werden dürfen.

Erste Erkenntnis, die Eierlegende-Woll-Milch-Sau gibt es leider nicht. Entweder sind die Schuhe zu schwer oder eben nicht wirklich passend. Derzeitig rücken Schuhe wie die Vibram Five Fingers in den Fokus. Nicht nur Vibram, sondern auch andere Hersteller bauen ihr Sortiment in dem Segment aus, denn Merrell präsentiert so z.B. Schuhe in denen man ebenfalls „Barfuss“ läuft. Nächstes Jahr gibt es darüber hinaus noch von inov8 die Evoskins, die in die gleiche Richtung wie die Vibram Five Fingers gehen.

In erster Linie suche ich Schuhe zum Furten und da reduziert sich das Sortiment auf ein paar wenige Modelle, denn ich will einen Schuh haben, der auch fest am Schuh sitzt und durch Schnürung oder Riemen geschlossen wird.

Interessant sind hierbei die Vibram Five Finger Sprint. Ein Modell mit Riemen und festeren Aufbau. Die FiveFingers schauen eigentlich gewöhnungsbedürftig aus, denn die Schuhe sind an sich nichts anderes als eine Unmantelung bis ins Detail der Füße.Genau das ist es aber, was mir an den Schuhen sehr gut gefällt. Beim ersten Anziehen der Schuhe ist es schon sehr merkwürdig, denn man muss die Schuhe wie Handschuhe anziehen. Jeden Zeh einzeln in die Aussparungen stecken, den Stoff zurückziehen usw. Ist der Schuh aber erst einmal angezogen, fühlen sich die Five Finger Sprint großartig an.

Im Vergleich zum Classic dürfte der Sprint die bessere Wahl für Barfuß-Sportler sein. Die Klettriemen an Ferse und Spann optimieren hierbei den Sitz und sorgen dafür, dass die Schuhe richtig fest am Fuß sitzen. Klettern, laufen, segeln, surfen, Kanu fahren – der Five Fingers Sprint ist wie dafür gemacht und wenn es rein objektiv dafür reicht, dann sicherlich auch für mein Vorhaben. Mir geht es bei den Schuhen jedoch weniger um die Möglichkeit des Joggens oder anderer Aktivitäten, sondern suche lediglich für den Fuß und Zehen einen Schutz, wo das Barfuß-Gefühl bestehen bleibt. Zuhause oder im Urlaub laufe ich in der Regel immer Barfuss und vermisse dies auf Tour.Die Lösung auf Tour wäre also prinzipiell gefunden.

Material

Die Außenhaut für den Fuß besteht beim Five Fingers Sprint aus einem feinen & dehnbaren Polyamid. Auf Mikrofaser ist die Fußsohle gebettet. Die vom Sohlenhersteller Vibram gefertigte Sohle ist hochgezogen im Zehen und Fersenbereich. Eine Besonderheit haben die Sohlen aber auch noch zu bieten, auch wenn ich das eher als Theorie sehe und auf die Praxis gespannt bin.

INFO:
Die Vibramsohlen der Schuhe sind mit einem Messerschnitt-Profil versehen, das im Bootsbereich seinen Ursprung hat. Das macht sie gerade auf nassen, rutschigen Untergründen extrem rutschfest.

Das Gewicht der Vibram Five Fingers Sprint wird mit 336 g für ein Paar in der Größe 42 angegeben.

Fazit:

Die Five Fingers Schuhe sind die Highlights in der Schuh-Rubrik in den Katalogen.Aufgefallen sind mir die Schuhe schon länger und eigentlich wäre Schweden mal die Gelegenheit für die Schuhe. Was mir nicht so gut gefällt ist das mühseelige Anziehen der Schuhe. Mit dem Anziehen der Vibram Schuhe ist man länger beschäftigt, als mit dem Furten durch den breitesten Bach. Für die Five Finger gibt es auch die passenden Socken.

Was mir auch noch nicht so gut gefällt ist die Sohle. Ich denke, da schaue ich mir noch mal andere Five Fingers an, denn auch bei Vibram gibt es welche mit dickerer Sohle und welche mit Profil, zu denen ich wohl tendieren werde.

Erhältlich sind die Five Finger Sprint bei Globetrotter

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About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

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  1. Markus sagt:

    Hallo,

    ich habe die FF schon seit Jahren. Die Sohle ist griffiger durch Messerschnitt. Vorteil gegenüber den profilierteren Sohlen ist deren dicke (also eher dünne). Die profilierteren sind dicker und daher geht der direkt Kontakt verloren.
    Anziehen geht mit etwas Übung (und wenn die etwas eingelaufen sind) schnell. Deutlich schneller als zu Beginn. Inzwischen ziehe ich die wie andere Schuhe auch an. Fuss in SChuh. Zehen finden ihren richtigen Platz, Zuziehen. Fertig.

    • Chef sagt:

      Danke für das Feedback.

      Bist Du mit den Schuhen schon längere Strecken gelaufen?
      Mich würde es zum Beispiel auch in der City interessieren und tendiere daher zu einem Modell mit dickerer Sohle.
      Aber wenn der Einstieg schneller geht, desto öfter man die Schuhe anzieht ist schon mal eine gute Nachricht für das Furten.

      Liebe Grüße
      Christian

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