Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Terra Nova Laserlarge 1- Tunnelzelt für 2 Personen mit 1,8 kg

Wie auf unserer alten Seite „Gearandmore“ bereits angekündigt, waren wir auf der Suche nach einem leichten 2 Mann (/Frau) Zelt und es rückte seit geraumer Zeit immer mal wieder ein neues Zelt in die engere Auswahl.

Damals gab es einen Zweikampf zwischen dem GoLite Shangri La 3 und dem Tarptent Scarp 2. Das Golite Shangri La 3 befindet sich inzwischen zwar auch in unserem Besitz, aber irgendwie kann sich Steffi nicht an die Form gewöhnen und ist letztendlich nur noch als Winterzelt für mich erworben worden. In diese Auswahl kam aber auch die englische Firma Terra Nova, denn die Firma bietet eine umfangreiche Auswahl an Ultralight-Zelte und so auch im speziellen Zweipersonenzelte.

Wer die genannten Zelte bereits kennt, sieht natürlich, dass die Zelte eigentlich unterschiedlicher nicht sein können. Schaut man sich so z.B. die Bauform des Tarptent Scarp 2 oder die Tipiform des GoLite Shangri La 3 an, dann ist das Terra Nova Laserlarge 1 als Tunnelzelt doch etwas altmodisch.

Mir persönlich war die Baumform erst einmal egal, ich selber hatte Kuppelzelte/Geodäten, Firstzelte, Tipi oder eben die Tunnelzelte. Gute, aber auch schlechte Erfahrung habe ich mit jeder Bauform gemacht.

Man muss aber auch sagen, dass man mit Terra Nova eine Zeltmarke findet, die schon so manches Praliné auf dem Markt gebracht hat, wo man sich schon die Finger reiben konnte. Denke hierbei z.B. an das Terra Nova Laser Competition (0,94 kg), welches auch noch mal den Weg in meine Hände finden wird, das  noch leichtere Terra Nova Laser Photon Elite (0,72 kg) oder eben ganz in die andere Richtung das Terra Nova Laser Space 5.

Unsere Wahl fiel im Sortiment von Terra Nova auf das Terra Nova Laserlarge 1 weil es ausreichend Platz bietet. Man hätte zwar mit dem Laser (1,24 kg) oder dem Argon 900 (1,24 kg) leichtere 2 Personenzelte, diese sind aber entweder zu schmal oder haben eine zu kleine Apsis.

Das Terra Nova Laserlarge 1 (1,88 kg) hat eine 90 cm große Apsis und eine Breite von 1,30 m.

Was aber bei dem Gewicht & der Größe auch beeindruckend ist, sind die vielen Details am Zelt.

Terra Nova bietet auf YouTube ein Video an, was die einzelnen Details sehr gut zeigt und sicherlich auch noch unsere Wahl der passenden Outdoor Zelte beeinflusst hat.

Hier mal das Video:

Einen guten Testbericht mit schönen Detailbilder findet ihr auch bei Carnets d`Aventures, leider ist die Seite nur auf französisch.

Die letzten beiden Tage haben wir nun im Laserlarge verbracht und sind sehr zufrieden, trotzdem wollen wir nun auch mal Punkte zeigen, die nicht ganz so optimal sind.

Beginnen wir mal beim Innenzelt.

Steffi ist 1,70m und ich bin 1,90m. Während Steffi eine NeoAir von Therm-a-Rest in „M“ hat, habe ich eine in „Regular“. Zusammen ausgebreitet passt es so gerade in das Zelt. Am Fußende ist das Zelt für beide Matten nicht breit genug.

Wir haben uns nun damit geholfen, dass wir die Matten schräg ins Innenzelt gelegt haben und bei der unterschiedlichen Länge passt das noch ganz gut. Liegt man nachts im Schlafsack merkt man diese Überlappung nicht.

Mit meiner Körpergröße und der damit verbundenen Länge des Schlafsacks bin ich auch nicht am Zelt angeeckt.

Zum Aufbau:

Wenn man den einfachen „Klick“ Aufbau wie beim Salewa Micra oder eben beim Vaude Mark II Light gewohnt ist, wäre das mühsame Einfädeln des Gestänge in die Kanäle ehrlich gesagt ein Schritt zurück. Schnell, nur eben nicht so schnell, geht der Aufbau aber trotzdem.

Apsis:

In der Apsis kann man einiges unterbringen und durch die Form dürften auch unsere beiden Rucksäcke darin locker Platz finden. Neben der Apsis hätten wir aber auch in dem durch die schrägen NeoAirs gebildeten „Dreieck“ Platz für Kram, aber auch hinten am Fußende.

Heringe:

Terra Nova rühmt sich mit den Heringen aus Titan, die ja nur 2 g wiegen. Ehrlich gesagt sind diese nicht dicker als ein Zahnstocher, schlicht und einfach rund und neigen beim falschen Winkel zu drehen. Das Zelt haben wir uns für den Kungsleden (Schweden) gekauft, dort werden wir aber definitiv noch andere Heringe ins Gepäck legen, denn zwei V-Pegs sind sicherlich mehr vom Vorteil als das Zelt nur mit den kleinen Teilen zu bestücken.

Lüftung:

In den zwei Nächten, an einem überwiegend schattigen und eigentlich feuchten Fleck haben wir keinen Kondens am Zelt festgestellt. Das Außenzelt von dem ein oder anderen Zelt, welches an der gleichen Stelle aufgebaut war, ist schon mal unter gleichen Bedingungen feuchter gewesen.

Der Lüfter am Fußende bedarf etwas Übung, ist aber eigentlich vom Prinzip leicht einzustellen. Die Lüfter oberhalb der Apsis besitzen einen Draht und lassen sich theoretisch auch aufrichten.  Da der Draht jedoch in der „Außenlippe“ eingearbeitet ist und der Draht durch das Verpacken selber einen Drall hatte, muss man wohl etwas mehr Zeit und Geduld opfern, um beide Lüfter geöffnet zu haben.

Verarbeitung:

Ich muss gestehen, liest man einige Kommentare im Outdoorseiten Forum zur TerraNova Qualität, bekommt man Zweifel sich diese Marke zu kaufen, denn der ein oder andere geht schon übelst ins Gericht. Mein erster Eindruck ist jedoch mehr als positiv. Keine erkennbaren Verarbeitungsfehler, keine falschen Schnitte oder andere Qualitätsprobleme. Einziges Manko sind die Heringe, die ich prinzipiell etwas breiter haben möchte.

Unterm Strich ist das Zelt klasse, es bietet massig Platz, den Schläfern genügend Raum und dem Gepäck genügend Ablage. Bei meiner Größe kann ich nahezu aufrecht sitzen, den Kopf muss man natürlich etwas anwinkeln 😉

Das gelbe Innenzelt schaut auch gut aus und es kommt einem morgens schon etwas heller vor. An der Decke haben wir schon die obligatorische „Wäscheleine“ gespannt und uns häuslich eingerichtet.

Für mich eine klare Kaufempfehlung. Eine großes und äußerst umfangreiches Angebot von TerraNova bekommt man bei Bergzeit.

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About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.
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