Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Terra Nova Laser Competition – „das leichteste“ Einmannzelt der Welt mit 860 g

So oder so ähnlich wurde das Laser Competition von der englischen Firma Terra Nova mal beworben. Inzwischen hat es hauseigene Konkurrenz bekommen, denn mit dem Terra Nova Photon Elite ist nun ein noch leichteres Solozelt auf dem Markt gekommen. Nimmt man die „Max-Angabe“ von Terra Nova wiegt das ultraleichte Photon Elite 0,72 kg, das Laser Competition 0,94 kg.

Egal wieviel das Photon Elite nun tatsächlich leichter ist, es spielte in meinen Planungen  für ein neues Outdoor Zelt keine Rolle, denn es ist einfach viel zu klein und wahrlich eine „Dackelgarage“. Bei meiner Größe von ~1,90 m wollte ich dann doch nicht Gewicht sparen um jeden Preis.

Nun habe ich in letzter Zeit viele Einpersonenzelte gesehen, so z.B. auch an verschiedenen Stellen das Vaude Power Lizard UL, nur irgendwie konnte es mich bei keiner Zeltaustellung überzeugen. Sollte die Frage aufkommen, ob es mir als das so oft bezeichnete Zweimannzelt gefallen könnte, so müsste ich erwidern, das erst recht nicht.

Da mich seit geraumer Zeit die Firma Terra Nova mit ihren „Laser“ Zelten fasziniert hat und das Terra Nova Laserlarge 1 einen guten Eindruck hinterlassen hat, bestellten wir nun bei Bergzeit unser 2. Zelt aus England und der erste Eindruck ist auch hier wieder durchaus positiv.

Beginnen wir aber mal beim Anfang. Ich hatte zuvor ein Golite Shangri La 1. Prinzipiell schon ein leichtes Zelt, mit dem man seine Ultralight Ausrüstung unter 5 kg Gesamtgewicht drücken könnte. Zusammen mit dem Innenzelt wog das Zelt aber auch schon ohne Gestänge (Trekkingstöcke) 1,20 kg, sprich ~600 g pro Part. Was sich bei dem Zelt jedoch am nachteiligsten erwiesen hat, war die Tatsache, dass ich kein perfekter Längsschläfer in solchen Zelten bin. Wenn ich nun mit meiner Größe rückwärts in das Zelt krabbel, so treffen ich sicherlich nicht selten das (nasse) Außenzelt. Mit anderen Worten einfach nicht optimal. Ein weiterer Grund waren die Trekkingstöcke, die als Gestänge genutzt wurden und die damit verbundenen vielen Abspannstellen. Gerade in Schweden auf dem Ostkustleden hätte sich der Aufbau als äußerst schwierig herausgestellt.

Mit dem Terra Nova Laser Competition löse ich nun gleich mehrere „Probleme“. Mit dem Gewicht von unter einem Kilo liege ich so z.B. inkl Gestänge unter dem Wert des Golite Shangri La 1 komplett mit Innenzelt.

Das Packmass des einzelnen Laser Competition ist auch kleiner als das Set des Golite Shangri La 1.

Was mir natürlich auch gelegen kommt, so hatte ich das oben bereits geschrieben, ist der große Eingang des Competition. Vom „Bett“ aus hat man einen guten Zugriff auf die geräumige Apsis und dem darin abgelegten Rucksack.

Was natürlich gewöhnungsbedürftig ist, ist der niedrige Wannenboden, der wirklich nur den Boden bedeckt und an den Seiten kaum „Wannenrand“ bietet. Wie sich das in der Praxis bewährt wird sich zeigen.

Die Größe selber scheint für mich optimal zu sein, dazu gibt es aber später noch Ergänzungen. Nächste Woche ist geplant, dass ich in dem Zelt einige Nächte verbringe, ehe es Ende des Monats auf Tour geht. Mit anderen Worten, ich werde wohl am Ende des Monats wissen, ob ich das Zelt auch großen Leuten empfehlen kann oder ob man doch eher kleiner als 1,90 m sein sollte.

Zur Bauform kann man noch mal darauf hinweisen, dass die Laserbaureihe (Laser, Laser Competition, Laser Photon Elite) von der Form identisch ist. Was man beim Laser Competition jedoch vermisst ist die Lüftertechnik, die wir auch schon beim Laserlarge 1 vorgestellt hatten. Mit dieser Lüftertechnik war es möglich vom Zeltinnern aus das Außenzelt zu heben bzw. zu senken. Dies scheint zwar auch noch möglich zu sein, aber nur über die Apsis.

Die Apsis selber ist sehr geräumig. Die Zeltwand geht im hohen Bogen zur Zeltmitte, wodurch die Apsis den Raum behält, der durch den großen Abstand zw. Innenzelt und Außenzelt entstanden ist. Im Bild sind meine Schuhe Größe 44. Ich denke, dass man darin mit einem Gaskocher noch gut kochen kann, doch auch dies werde ich bis zum Ende des Monats ausprobieren.

Gut gefällt mir an dem Zelt aber auch die Lüftung. Am Fuß- und Kopfende besitzt das Zelt Moskitonetze, dahinter lässt dich die Zeltwand hochziehen.

An der Apsidenseite ist auch eine große Fläche mit Moskitogaze.

Das Zelt selber ist gut geschützt vor Wind, die Zeltwand hängt sehr tief auf dem Boden und lässt sich durch „Klickverschluss“ und RV gut lüften.

Fummelig ist bei dem Zelt das Einführen des Gestänge. Durch das Material wird das Gestänge nach meinem Empfinden immer etwas abgebremst. Besser ist hier natürlich das Clip-in System vom Vaude Zelt.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden vom ersten Eindruck. Die Heringe sind zwar als solches nur primitiv, aber irgendwie sind sie in Kombination mit dem Laser Competition eher zu gebrauchen, als beim Laserlarge 1.

Das Innenzelt kann beim Laser Competition eingehangen bleiben, somit ist der Aufbau auch bei Regen noch so weit möglich, dass das Innenzelt trocken bleibt.

Wie schon gesagt, mein erster Eindruck stimmt, nun bin ich auf die folgenden Eindrücke gespannt.

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About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

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