Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Tarptent Contrail die beliebte Mischung aus Tarp und Zelt für Ultralight Touren

Es gibt Punkte in der Ausrüstungsliste, die bieten sich perfekt an, um das Rucksackgewicht zu reduzieren. Man kennt es ja meist selber schon von Touren und den Anfängen des Wandern oder des Trekking. Schwere Rucksäcke für schwere Ausrüstung, wahrlich ein Teufelskreis und der immer wiederkehrende Wunsch, die Ausrüstung schlank und leicht zu machen.

Beim Einsparen des Gewichts gibt es verschiedene Eckpunkte, die durch einen kleinen Eingriff eine große Wirkung erzielen. Das Ersetzen eines Zelts ist z.B. so ein Fall, denn meist ist das erste Zelt das billigste was man bekommen konnte und nicht immer das Leichteste.

Bild: Henrik R.

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In der Literatur wird oft auch statt einem Zelt als eine leichte Alternative das Tarp empfohlen. Mit anderen Worten eine große Plane, die wie ein Firstzelt gespannt wird und Schutz vor den Wetterverhältnissen von oben und von den Seiten bietet.

Bild: Henrik R.

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Ein Tarp ist jedoch nicht für jeden ein Traum und viele tendieren eher zu einem Ultralight-Zelt, welches durch ein Mückennetz, Bodenwanne & Außenzelt auch rundum Schutz bietet.

Sogenannte Tarptents vermischen nun die beiden Vorteile, ohne die Nachteile der jeweiligen Arten zu übernehmen.

Bild: Henrik R.

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Die bekannteste Marke ist die von Henry Shires im Jahre 1999 gegründete Firma Tarptent. Henry stellt seit Beginn wahrlich Meisterwerke her, die erst in den U.S.A. und nun auch hier in Europa für steigende Begeisterung sorgen und auf verschiedenen Trails in der Welt überzeugen konnten.

Was früher oft mühselig über den Selbstimport nach Deutschland kam, ist nun auch in der bequemen Form über lokale Shops verfügbar, denn einige Tarptents sind  so z.B. nun auch im Sortiment des Trekking-Lite-Stores erhältlich.

Bild: Henrik R.

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Ein typischer Klassiker in der Ultralight-Szene ist das Tarptent Contrail. Betrachtet man nur allein die bloggenden Ultralight-Trekker, so ist es schon auf vielen internationalen Trails zum Einsatz gekommen und hat sich sogar auf vielen Touren in Island behaupten können. Wie jedes Zelt lässt es sich zur besseren Windstabilität noch mal zusätzlich abspannen.

Bild: Henrik R.

Bild: Henrik R.

Im Sortiment von Henrys kleiner Zeltschmiede ist das Contrail ein Solozelt für Längsschläfer mit viel Platz für den Wanderer und sein Gepäck. Die Form ist bei seinen Modellen immer einzigartig und rein von der Konstruktion gut durchdacht, so erreicht Henry durch das ein oder andere Feature, die maximale Raumausbeute, ohne dass das Zelt unnötig schwerer wird.

Bild: Henrik R.

Bild: Henrik R.

Als Gestänge dient beim Contrail der Trekkingstock, der das Zelt im Kopfbereich anhebt und für den höchsten Punkt sorgt. Die Höhe wird von Henry mit 115 cm angegeben.  Der Aufbau geht dabei spielend leicht in wenigen Minuten.

Bild: Henrik R.

Bild: Henrik R.

Am Fußende gibt es ebenfalls die Möglichkeit über Aufstellstangen das Außenzelt aufzurichten und so für eine maximale Ausbeute des Zeltbodens zu sorgen. Man kennt es so z.B. von einigen Exped Zelte, wodurch bei den Modellen auch große Personen das Zeltinnere im vollen Umfang nutzen können und keine Befürchtung haben müssen, dass sie mit dem Schlafsack den Außenstoff berühren. Beim Tarptent Contrail ist das Innezelt 213 cm lang.

Bild: Henrik R.

Bild: Henrik R.

Wie man auf dem Bild erkennen kann, ist das Tarptent wie ein klassisches Zelt, also eine Bodenwanne, rundum Moskitoschutz und das Außenzelt. Es ist nur um einiges leichter als das klassische Zelt. Henry erreicht dies durch die leichte Bauweise,  das konsequente Gewichteinsparen und das er dem Tarp als solches noch so weit es geht treu bleibt.  Wo könnte man z.B. mehr Gewicht einsparen, als durch das Reduzieren des kompletten Innenzelts zu einem absoluten Minimum.  Als Ergebnis bleibt ein typisches Einwandzelt.

Bild: Henrik R.

Bild: Henrik R.

Als Solowanderer wird man sich neben dem Gewicht von 753 g (Lieferumfang), auch besonders über das Raumangebot freuen, denn die Seiten verlaufen nicht diagonal, sondern ein gutes Stück senkrecht. Der Raumgewinn im Zelt ist dadurch lobenswert und die Grundfläche auch schon so mehr als üppig. Das Contrail ist am Kopfende 106 cm breit, am Fußende immerhin noch 76 cm.  Im Bild liegt z.B. zur Andeutung des Raumangebots ein Yeti V.I.B. Schlafsack.

Bild: Henrik R.

Bild: Henrik R.

Einen weiteren Trick erlaubt sich Henry, in dem er die übliche „Wanne“ zu einer planen Ebene ausbreiten lässt und dem Nutzer dadurch die Möglichkeit gibt, die Grundfläche um einige cm zu vergrößern. Nehmen wir die nun erreichten Maße, so kommt man in der Länge auf 231 cm und in der jeweiligen Breite auf 124 cm vorne und 94 cm hinten.

Bild: Henrik R.

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Schuhe und Kocher können in der 61 cm breiten Apsis abgelegt werden.

Bild: Henrik R.

Bild: Henrik R.

Bild: Henrik R.

Bild: Henrik R.

Beim Kampf gegen Kondensation hilft das einmalige Tarpkonzept, denn das Außenzelt ist nicht komplett auf den Boden gezogen und befindet sich, gehalten durch das Moskitonetz auf Abstand zur Bodenwanne. Dies und der Lüfter am höchsten Punkt helfen einer Tropfsteinhöhle entgegen zu wirken. Natürlich spielt dabei auch ein günstiger Platz eine Rolle.

Bild: Henrik R.

Bild: Henrik R.

Auch wenn das Tarptent Contrail sich in erster Linie an Gewicht orientierte Ultralight-Wanderer richtet, so bietet das Tarptent auch nette Features wie die kleine Tasche für Kleinkram an. Die Uhr, Brille oder sonstige Gegenstände können so ordentlich abgelegt werden.

Bild: Henrik R.

Bild: Henrik R.

Was auch nicht unwichtig ist, wäre der Hinweis auf die Anzahl der zu nutzenden Heringe. Hier ist man hingegen spartanisch, denn gerade einmal vier Heringe benötigt man, um das Zelt perfekt aufzubauen.

Bild: Henrik R.

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Gewicht:

  • 728 g  (TarpTent ohne Heringe, aber mit Sil-Net abgedichteten Nähten)
  • 42 g Heringe (im Lieferumfang Tarptent)
  • Lieferumfang: 753 g

Erhältlich ist das Tarptent Sortiment im Trekking-Lite-Store.

Bilder: Henrik R.
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Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

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