Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Rab Kinetic Pants – Ultraleichte Regenhose mit Pertex® Shield + Fabric

Freunde einer gepflegten Trekkingtour im Regen werden mit der Rab Kinetic Pants ihre Freude haben und auch wenn kein Regen in Sicht ist, wären wohl mit der 180 g leichten Regenhose die kühnsten Träume eines Grammjäger in Erfüllung gegangen. Weniger vielleicht das Gewicht einzeln betrachtet, sondern vielmehr, das man hier einen guten Kompromiss aus Gewicht und Atmungsaktivität gefunden hat, ist hier so verlockend. Auf Tour zählt für uns z.B. nicht allein das Gewicht der Regenbekleidung, sondern vorallem die Atmungsaktivität der Materialien. Was nützt z.B. einem die leichteste Regenkombi, wenn man darin auf Etappen am Ziel genauso nass geworden ist, als hätte man gar nicht erst eine derartige Kleidung getragen.

Federleicht und atmungsakiv: Rab Kinetic Pant

Federleicht und atmungsakiv: Rab Kinetic Pant

Da man beim Regenschutz auf Touren in der Regel keinen Rotstift ansetzen kann, greift man gern direkt zu einem sehr leichten Modell um das Rucksackgewicht am Ende so gering wie möglich zu halten. Eine Regenhose, die man dabei mal in Erwägung ziehen sollte, gibt es von der britischen Marke Rab in Form der Kinetic Pants. Eine passende Jacke dazu würde es auch noch geben, aber in diesem Artikel widmen wir uns in erster Linie der Hose.

Mit ihren 180 g ist die Hose erst einmal als Federgewicht aufgefallen, überraschend beim ersten Eindruck ist jedoch, dass man hier auf gänzlich kein Detail verzichten muss. Gern überlässt man die Wahl dem Konsumenten, ob man nun eine Full-Zip, 3/4, Half-Zip oder nur eine „Knöchel-hohe“ Öffnung für den Einstieg mit Schuhen in die Regenhose haben will. Erwartungsgemäß hätte man auch hier wieder eine spartanische Variante erblicken können, doch stattdessen eine gute 3/4 Öffnung an der Seite in Form eines abgedeckten YKK-RV vorgefunden. Die seitlichen Reißverschlüsse machen eine super Belüftung auf Tour möglich, da man sie auch von oben öffnen kann. Zu einem ausführlichen Produkttest ist es jedoch leider noch nicht gekommen, so dass wir Euch nur die ersten Eindrücke vermitteln können.

Die Knöchelpartie bei der Rab Kinetic Pant

Die Knöchelpartie bei der Rab Kinetic Pant

Am Knöchel findet man einen integrierten Kordelzug vor und als Schutz vor einer ungewollten Öffnung den typischen Druckknopf. Blickt man auf die Beinlänge, so trägt man mit 1,91m eigentlich in der Regel „langes Bein“ und ist daher ebenso überrascht, dass Rab in diesem Punkt trotz fehlender Sondergrößen direkt die ideale Passform bietet.

15D Pertex® Shield+ 2.5L fabric statt  PERTEX® Shield Lite

15D Pertex® Shield+ 2.5L fabric statt PERTEX® Shield Lite

Das Material ist bei der Hose kein Gore-Tex®, kein eVent® oder dergleichen, sondern endlich mal eine Fabric von Pertex®, die wir so in Hosenform noch nicht testen konnten. Von der Haptik auf dem ersten Blick recht dünn wirkend, ist das 15D Pertex® Shield+ 2.5L fabric (55g/m & 100% ripstop nylon) wohl eher weniger für die rauen Umgebungen konstruiert, sondern vollkommen für die Outdoorsportler bestimmt, die leichte und funktionelle Kleidung suchen. Gerne lassen wir uns in dem Punkt eines besseren belehren und verweisen hier nur auf unseren Vergleich mit einer dreilagigen Gore-Tex® Pro Hose. Dickeres und steiferes Material verknüpft man dann doch unbewußt mit Robustheit, auch wenn dies nicht immer stimmen muss. Für uns und sicherlich auch für Euch ist aber weniger die Robustheit so einer Hose entscheidend, sondern vielmehr das Gewicht.

Auf einen Schutz vor Wind und Wetter muss man hier bei der Kinetic Pants genauso wenig verzichten, wie auf eine vernünftige Atmungsaktivität. Laut Rab hat man bei der Wassersäule einen Wert von 20.000 mm und bei der Atmungsaktivität einen MVTR-Wert von 20.000 g/m2/24hr gemessen. Beim Blick ins Innere der Hose erkennt man gut die getapten, voll verklebten Nähte.

Blick in die Hose und auf die getapten Nähte

Blick in die Hose und auf die getapten Nähte

Fazit

Nehmen wir nur allein unseren ersten Eindruck, so ist dieser äußerst positiv. Viele Jahre begleitete die Berghaus Paclite Pant uns auf Trekkingtouren. Die Rab Kinetic Pants ist nun leichter und kleiner im Packmass als die Berghaus Hose. Als schöner Nebeneffekt ist so im Rucksack auch mehr Platz entstanden, was sich im Optimalfall auch in einem kleineren Rucksack bermerkbar machen kann. Wenn wir nach der OutDoor wieder auf Touren gehen, werden wir Euch natürlich auch noch die Erfahrungen mit der Hose in Form eines Testberichts nachreichen.

Wer hingegen noch keine andere Hose in der Art im Besitz hatte, wird bei der Rab Kinetic Pant ebenso gut aufgehoben sein. Wie zuvor schon geschrieben erwartet man bei den leichtgewichtigen Hosen nicht immer eine große Öffnung an der Seite. Rückblickend auf die Erfahrungen mit anderen Überziehhosen wäre nun die Bedienbarkeit und der Tragekomfort bei der Kinetic Pant optimal, denn mit der Länge der seitlichen Öffnung kann man mit angezogenen Schuhen ruckzuck hinein bzw. auch wieder heraus. Ebenso gut lässt sich auch die Hose an der Seite belüften, so dass man den Tragekomfort speziell im Sommerregen fördern kann.

Kordelzug auch an der Hüfte

Kordelzug auch an der Hüfte

Mit Blick auf das Gewicht liegt es natürlich nahe, sofort auf die noch leichtere Montane Minimus Pant zu verweisen, witzigerweise verwendet Montane hier jedoch nicht das Pertex® Shield+ wie bei der zuvor von uns vorgestellten Minimus Smock, sondern nur PERTEX® Shield Lite. In unserem Lieblingsshop aus England lesen wir wiederum dazu folgende Werte „10,000mm HH, 7,000 MVTR“ was wiederum deutlich unter den Werten von der Rab Kinetic Pants wäre. Sollten diese Werte stimmen, so wäre die mit nur 125 g angegebene Minimus Pant nur halb so interessant und die Kinetic Pants umso mehr eine Empfehlung für Euch. Etwas mehr Gewicht und dafür mehr Atmungsaktivität nehmen wir, wie auch Ihr sicherlich gern in Kauf.

Alle Bilder zur Regenhose in der Galerie

 

Der Artikel wurde uns vom Hersteller oder Shop zu Testzwecken und zur Produktvorstellung zur Verfügung gestellt. Unsere Meinungen & Bewertungen sind jedoch unabhängig von Samples oder Vorgaben irgendeiner Art.
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About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

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