Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Norrona Bitihorn Aero 60, der leichte Windbreaker mit Kapuze

Man ist ja stets auf der Suche nach leichter und funktionaler Kleidung für leichtgewichtige Touren. Ist man so z.B. auf der Suche nach einem Windbreaker, der fast nichts wiegt, so erhielt man stets die Antwort Montane Featherlite Smock. Als Besitzer dieses Smock muss ich aber leider auch sagen, dass er im Gebrauch doch zu Wünschen übrig ließ. Jeder hat da so seine eigenen Vorlieben und Wünsche bei der Wahl der passenden Kleidung und oft erkennt man die Wünsche erst, wenn es schon „zu spät ist“. In meinem Fall ist es eine Tasche an der Montane Featherlite Smock, die ich gerade beim Laufen vermisst habe bzw. eine Kapuze während herbstlicher Touren.

In der gleichen Preis- und Gewichtskategorie wie Montane liegt auch die Bitihorn Serie der norwegischen Marke Norrøna. Sucht man z.B. eine Alternative zur Montane Featherlite Smock mit einer Brusttasche für den Haustürschlüssel , so ist die Norrona Bitihorn Aero 100 die perfekte Wahl. Da ich selber aber die Featherlite Smock habe, machte es für mich eher Sinn, eine Jacke zu suchen, die auch eine Kapuze besitzt und da bot sich der Test einer Norrona Bitihorn Aero 60 an.

Wie die bereits genannten Windbreaker ohne Kapuze, so lässt sich auch die Aero 60 in den mitgelieferten faustgroßen Packsack auf ein kleines Packmass reduzieren. Inzwischen neige ich eher dazu, auf solche Packsäcke zu verzichten, denn die Ultralight-Jacken lassen sich spielend leicht in die Ecken vom Rucksack stopfen bzw. im Deckelfach verstauen. Es ist auch in der Praxis zu umständlich die Jacken immer in einen Packsack zu verstauen, um sie dann nach einer halben Stunde wieder daraus zu entfernen.

Das Gewicht der Jacke liegt zwar nicht mehr im oberen zweistelligen Bereich, jedoch mit 180 g auch nur minimal schwerer, wenn man betrachtet, dass man nun einen kompletten RV, eine Tasche und eine Kapuze an der Jacke hat.

Die Norrona Bitihorn Aero 60 ist eine Windbreakerjacke, die zu 100% aus recycltem Polyester besteht. Bei der Bitihorn Aero 60 verwendet Norrona ein eigenes Material, wobei die 60 sich auf die Luftdurchlässigkeit (60Mbar/l/m²/s) bezieht. Das Besondere an der Jacke ist, dass sie hochgradig wasserabweisend und windresistent ist. Auf eine Hardshell wird man zwar nicht komplett verzichten können, jedoch wird man die Norrona Jacke aufgrund der hohen „Atmungsaktivität“ in der Regel der Hardshell vorziehen.

Der durchgängige Reißverschluss lässt einem alle Freiheiten die Jacke so zu tragen, wie man es in der jeweiligen Situation gerne hätte. Wenn es sehr windig ist, so wird man den hohen Kragen bis zum Ende schließen und an sehr warmen, jedoch windigen Momenten den Reißverschluß wohl nur leicht verschließen.

Wenn man z.B. einen Rucksack wie den Golite ION verwendet, der kein separates Deckelfach oder Seitentaschen besitzt, so wird man die Brusttasche der Jacke für das Verstauen von Wertsachen oder Kleinkram verwenden. In der großen Brusttasche lässt sich bei Nichtgebrauch die Bitihorn Aero 60 ebenfalls verpacken.

Ein Windbreaker macht nur dann Sinn, wenn man sich in ihm auch richtig einigeln kann. Die Montane Featherlite Smock ohne Kapuze ist da schon eher eine Jacke für das Radeln mit Helm gewesen, die Bitihorn Aero 60 nun aber auch für Unternehmungen ohne Helm oder Mütze. Die Bündchenabschlüsse und die Kapuze mit perfekter Passform verwandeln die Norrona Jacke zu meiner Lieblingsjacke auf Touren. Gerade wenn es plötzlich windiger wurde oder man auf einem Aussichtspunkt die Landschaft genießen will, wird die Norrona Jacke ausgepackt und man kann vom Wind unbeeindruckt die Landschaft genießen.

Fazit:

Während einer langen mehrtägigen Tour ist die Jacke zwar noch nicht getestet worden, jedoch auf diversen Tagestouren in den letzten Wochen. Wo die Featherlite Smock noch ihr Dasein im Rucksack gefristet hat, so ist die Bitihorn Aero 60 nun nahezu im Dauergebrauch. Meine Marmot Mica wird nun nur noch herausgeholt, wenn es richtig regnet.

Die Einstellbarkeit der Kapuze lässt unterm Strich keine Wünsche offen. Für ein Windbreaker komplett ausreichend, wäre es eine Hardshell, so würde man sich auch etwas zum Regulieren des Volumens im Genick oder eine Verstärkung wie Draht & Co wünschen. Mit einem Tanka kann man jedoch die Kapuze so weit verkleinern, so dass sie optimal sitzt und einem kein Wind um die Ohren pfeift.

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About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

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