Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Helsport Ringstind Superlight 1-2 – Erste Eindrücke vom ultraleichten Trekkingzelt

Nicht oft kommt es vor, dass man von einem Produkt begeistert ist und es kurz und knapp mit „Wow“ bezeichnen könnte. Beim Helsport Ringstind Superlight 1-2 ist dies jedoch der Fall.

Es sollte eigentlich für den außenstehenden Betrachter recht unspektakulär sein, was wir uns diesmal für einen Test als Testprodukt ausgesucht haben, denn es ist ja lediglich nur ein Zelt. Ok, es ist in der Tat ein sehr leichtes Zelt. Ein Zelt für eine Person und je nach Situation, Gepäck und Zuneigung eventuell auch für eine zweite Person, aber warum gibt es dieses „Wow“- Erlebnis?

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Anfangen müsste man eigentlich damit, dass man in der Vergangenheit bereits zahlreiche Solozelte auf Touren im Gebrauch hatte und auch auf Messen & Co immer ein Auge für neue Zelte hatte. Interessiert war man eigentlich immer in neue Modelle, wobei man für sich selber eigentlich immer den Terra Nova Zelte treu zu bleiben schien. Man selbst hat ja u.a. auch schon das Terra Nova Laser Competition 1 und kann nun die beiden Zelte vergleichen.

In diesem Artikel soll nun aber lediglich mal das Helsport Ringstind Superlight 1-2 vorgestellt werden und die ersten Eindrücke geschildert werden.

Wenn man sich das Helsport Sortiment anschaut, so sieht man, dass es bereits Ringstind Modelle gibt und sich das Superlight rein optisch nicht viel unterscheidet. Ein wesentlicher Punkt ist aber, dass das Helsport Ringstind Superlight 1-2, aufbauend auf den beiden anderen Modellen nun für Grammjäger entwickelt wurden, die ein ultraleichtes Zelt für eine 3-Jahreszeiten-Tour suchen.

Ähnlich also der Terra Nova Laser Serie bei der auch ein „Mustertyp“ Vater von mehreren anderen Modellen geworden ist.Im Beispiel für das Superlight ist der Vater das Helsport Ringstind 2.

Leicht, leichter…. Superlight

Trotz der maximalen Gewichtseinsparung im Vergleich zu den anderen Modellen, soll es trotzdem viel Raum bieten und die Vorteile besitzen, die Doppelwandzelte bieten. Ein Punkt ist z.B. eine geräumige Apsis für das Gepäck.

Das Ringstind Superlight 1-2 ist für ein Solozelt sehr üppig im Raumangebot. Ausnahmsweise vergleiche ich es hier einmal mit dem Terra Nova Laser Competition 1, wo dieses kleiner wirkt als das Helsport Zelt. Zur Not würde das Ringstind auch zwei beherbergen, was im Terra Nova Zelt  bei nahezu gleichem Gewicht undenkbar wäre.

Gewicht & Packvolumen

Trotz des großen Raumangebots und eines sehr guten, wohl Helsport typischen Lieferumfang wiegt das Zelt gerade einmal 970 g. Das Packmaß ist hierbei mit 13 x 40 cm auch sehr klein, so dass man das Zelt egal ob im Rucksack, in der Packtasche, usw. gut verstaut bekommt.

Aufbau

Auch wenn man ein leichtes Zelt hat, muss der Aufbau nicht spartanisch oder anders gesagt, mit sehr primitiven Mitteln funktionieren. Beim Ringstind wird man nach dem kleinen Packmaß nun auch beim Aufbau positiv überrascht. Mit Übung bekommt man zwar jedes X-Personenzelt irgendwie auch alleine aufgebaut, das Helsport hingegen ist vom Anfang bis zum Ende super durchdacht und lässt sich spielend leicht aufbauen.

Positiv fällt hier der Gestängekanal auf, bei dem das Gestänge einfach hindurchgleitet. Bei anderen Zelten ist dieser dem Gewichtswahn zum Opfer gefallen und unnötig zu klein geraten. Es lässt sich dadurch schneller auf- bzw. abbauen.

Als Solowanderer freut man sich darüber hinaus über den „Gestängeköcher“ in den das Gestänge automatisch hinein gleitet, sobald es das Ende erreicht hat. Auf der anderen Seite hat man für das Gestänge eine stabile Hülse.

Abspannpunkte

Stabiler geht es nur im Geodät, da dies jedoch einiges mehr wiegt, wird mal als „Grammjäger“ die vielen Abspannpunkte des Helsport genießen, denn jeweils zwei an der Vorderseite bzw am Gestängekanal und drei am Fußende, sorgen für eine optimale Spannung und komplettes Innenzelt ohne „durchhängen“.

Am Fußende sitzen noch kleine Gestängeelemente, die wiederum den Einsatz sehr kurzer Abspannschnüre ermöglichen. Unterm Strich also auch ein Zelt für etwas härteres Wetter bis hin zu gemäßigten Wintertouren.

Nicht zu vergessen gibt es auch vernünftige Aluheringe, 16 cm lang,zu einem Gewicht von jeweils ca. 4 g, die das Zelt sicher verankern.

Lüfter

Anders als die „typischen“ Helsport Zelte hat das Ringstind Superlight 1-2 keinen regulierbaren Lüfter mit Moskitonetzdurchgriff. Ist aber sicherlich zu verschmerzen, denn das Zelt hat trotzdem noch zwei grosse verschliessbare Lüfter.

Ein Lüfter befindet sich in der Apsis am Eingang, der andere Lüfter ist tiefer gelegenen am Fußende

Material:

Aussenzelt 15D Polyamid MicroRipstop 100% Nylon, WS 4.000 mm

Innenzelt 15D Polyamid Ripstop, 100% Nylon

Boden 40D Polyamid Ripstop 100% Nylon, Silikonisiert, WS 4.000 mm

Gestänge 1 Bogen 290 cm lang Scandium Superpole® 7.5 mm, Segmentlänge 38 cm

Umfangreiches Reperaturkit

Schaut man nun weg vom Zelt und wirft stattdessen einen Blick auf das übrig gebliebene Reperaturkit, so bietet Helsport eine Reperaturhülse, ein Ersatzsegment und Stoffflicken. Auch hier wieder eine positive Überraschung, denn wer hatte schon ein Ersatzsegment bislang in seinem Lieferumfang beim Zelt.

Fazit

Auch wenn der direkte Vergleich mit anderen Solozelte noch folgen wird und die Touren mit dem Zelt uns noch bevorstehen, so lassen sich die ersten Eindrücke eigentlich nur als durchweg positiv beschreiben.

Für das Raumgefühl, für die gute Stabilität und dem üppigen Lieferumfang bekommt man ein gutes und vorallem leichtes Zelt.

 

Der Artikel wurde uns vom Hersteller oder Shop zu Testzwecken und zur Produktvorstellung zur Verfügung gestellt. Unsere Meinungen & Bewertungen sind jedoch unabhängig von Samples oder Vorgaben irgendeiner Art.
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About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

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