Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Exped Vela I Extreme – das leichteste Solozelt von Exped

Das Wetter war am Wochenende perfekt, um sich beim lokalen Outdoorhändler auf einer Zeltaustellung einige Zelte genauer anzuschauen. Direkt als erstes begrüßte uns das Vela I Extreme der Marke Exped. Bei dem Zelt handelt es sich um die Extreme-Version, das Material ist zum einen besser und vorallem auch 200 g leichter, als die normale Version ohne „Extreme“. Die Besonderheit des Exped Zelt ist die Tatsache, dass es ein Zipfree Tunnelzelt für 1-2 Personen ist, mit anderen Worten der typische Reissverschluss am Eingang entfällt, stattdessen zieht man die Außenhülle des Zelt am Gestänge nach oben bzw. unten.

Gewicht

Exped liefert dem interessierten Wanderer direkt die Gewichte alle Konstellationen, so dass ich sie nun nur zitieren muss:

Minimalstgewicht: 1.35 kg = Aussenzelt, Innenzelt, Mittelstange
Minimalgewicht: 1.45 kg = wie oben aber mit 2 Endstangen
Für Grammjäger: 1 kg = Aussenzelt, Mittelstange und Footprint (nicht im Lieferumfang)
Für Minimalisten: 0.75 kg = Aussenzelt, Mittelstange
Vollgewicht: 1.75 kg = Minimalgewicht + Heringe, Schnüre, Repstoffe, RV-Ersatzschliten, Accessoirepacksack, Zeltpacksack.

Material:

Das Material des Aussenzelt ist in der Extreme Version Silikon-Ripstop-Nylon. Nur mal so zum Vergleich sei gesagt, dass die normale Version ohne Extreme aus Ripstop Polyester ist. Beim Innenzelt verwendet Exped Ripstop-Polyester und ein No-See-Um-Moskitonetz, der Boden ist aus einem PU-beschichtetes Taffetanylon mit einer Wassersäule von 10‘000 mm. Das Gestänge ist das typische Leichtgewichtgestänge, wie man es auch bei anderen Zelte kennt. Ursprünglich ist es Flugzeugalu, das DAC Feather-lite NSL 9 mm TH72M.

Form & Belüftung

Das Design des Zelt wirkt auf dem ersten Blick äußerst sturmsicher, da es sehr aerodynamisch ist. Die von mir immer mal in Erwägung gezogenen Exped Zelte zeichnen sich ohnehin darin aus, dass sie sehr tief liegen und wie eine Mischung aus Keil und Muschel dem Wind durchaus trotzen könnten. Bei Sturm ist die windzugewandte Aussenzelt-Fussseite aerodynamisch gestaltet und voll auf den Boden runtergezogen während die Kopfseite mit Ventilationsfenstern ausgerüstet ist. Eine Besonderheit bei den Exped Zelte ist aber auch der Flachkanal für das Gestänge, welches eine Eigenentwicklung der Marke ist.Der Flachkanal bietet bei Wind und Schnee den geringsten Widerstand.

Interessant ist aber auch, wie man bei der Form die optimale Belüftung hinbekommt und da hat Exped mehrere Details zu bieten. Ein Detail ist die Möglichkeit, dass sich die beiden Aussenzeltseiten voll aufrollen lassen. Die Innenzeltenden sind wiederum aus Moskitonetzfenster und im Giebel sorgt eine Ventilationshaube (mit integriertem Reparaturhülsen-Halter) für den sogenannten Kaminzugeffekt.

Packmass:

Klein verpacken lässt sich das Exped Vela I Extreme zu einem Paket mit der Größe 42 x 10cm.


Aufstellzeit:

Schaut man sich das Zelt an, so ist es nicht verwunderlich, dass Exped bei der Aufstellzeit einen Wert von 1.5 Minuten angibt.

Meine Eindrücke:

Ich selber bin nun offensichtlich Querschläfer und tendiere zu einem Querliegenden Eingang beim Zelt. Es ist schöner den Rucksack oder den Kocher neben sich zu haben, aus dem Schlafsack heraus sich das Essen zu kochen oder eben bei geöffneten Zelteingang die Natur zu beobachten. Das Exped Vela I Extreme besitzt eben so eine grosszügige Apsis, in der man seine nassen Sachen oder den dreckigen Rucksack ablegen kann bzw. die Schuheabstellt, ohne dass diese im Wege stehen. Aus dem Liegen heraus kann man so recht schnell an seine Sachen kommen. Ausprobieren konnte man es leider nicht, aber ich denke, dass man in der Apsis sich noch recht bequem das Essen kochen könnte und darin essen kann.

Das Raumangebot im Innern gefilel mir auch ganz gut, denn bei einer Innenlänge von 2,45m kann man sich als Grossgewachsener eigentlich nur wohlfühlen.Prinzipiell wäre es auch möglich Ausrüstung mit ins Zelt zu nehmen, sofern die breite Apsis voll wäre.

Was mir auch gut gefallen hat ist die Tatsache, dass es mit je einem Hering an der Kopf- und an der Fusseite schon gut aufgebaut ist. Einen sicheren Stand hätte man somit schon mit den wenigen Heringen. Abgespannt mit weiteren Schlaufen würden das Exped Vela I Extreme jedoch noch sturmsicherer machen.

Mir hat es sehr gut gefallen, jedoch traf ich mit dem leichteren Terra Nova Laser Competition sicherlich in wenigen Punkten eine bessere Wahl.

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About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

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