Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Exped Air Pillow UL – Leichter ist es nur, wenn man es gar nicht mit hat…

Eigentlich ist der Grundgedanke beim leichtgewichtigen Trekking, dass man meist überflüssiges Zuhause lässt und so z.B. ein aufblasbares Kissen erst gar nicht einpackt.

Nun kann man auf unzählige Arten ein Kissen auf Tour ersetzen und so z.B. einen Pulli, Fleece oder eben einen Packsack füllen, es ist aber meist kein Vergleich zu einem aufblasbaren Kissen. Das Mammut Air Pillow nutzen wir gern bei Touren, wo wir mit dem Rad unterwegs sind, es ist jedoch im Packmass recht groß und schwer, deutlich ein Kandidat für das „überflüssige Zuhause lassen“.

Von der Marke Exped gibt es aber ebenfalls Kissen für mehr Komfort beim Schlafen und nimmt man das Exped Air Pillow UL, so hat man ein Kissen im gleichen Material wie die Exped SynMat 7 UL. Ein ebenso hautfreundliche und ultraleichter Polyesterstoff ist auch beim Kissen zu finden.

Rein von der Größe kann man zwischen zwei Modellen wählen, die natürlich auch unterschiedlich wiegen. Unser Air Pillow UL M wiegt 45 g bei einer Größe von 38 x 27 x 11 cm. Es ist groß genug um das Kissen in die Kapuze des Schlafsacks zu stecken und ist mit 5×9 cm sogar deutlich kleiner im Packmass als das angesprochene Mammut/Ajungilak Kissen. Wer beim AirPillow auf den mitgelieferten Packsack und Reperaturkit verzichtet, spart auch noch mal ein paar Gramm ein. Da auch keine integrierte Pumpe oder dergleichen vorhanden ist, wäre das Kissen auch rein ausgebreitet und leer auch kein Faktor, der das Packmass der eigentlichen Isomatte unnötig in die Höhe treibt.

Bei der UL-Variante gibt es entgegen der anderen Modelle der Air Pillow Reihe nur ein Ventil. Ein integrierter Ablass-Stift im Ventil soll das Entlüften erleichtern.

Da man als Seitenschläfer ein höheres Kissen braucht, als Rücken-/ bzw. Bauchschläfer eine niedere Position bevorzugt, könnte man in der Theorie die gewünschte Höhe individuell aufblasen. Als Seitenschläfer achtet man da eher drauf, dass das Kissen komplett aufgeblasen werden kann. Volle Konzentration verlangt dabei der Ablass-Stift. Nimmt man das Ventil in die Hand so kann man beim Blick hinein den grünen „Stift“ erkennen. Stift ist vielleicht etwas ungünstig von Seiten Expeds beschrieben, denn eigentlich hat man eine „Gummiplatte“, die zugleich auch die Rückstauklappe ist. Der Stift ist lediglich das Werkzeug womit man die angehängte Platte bewegen kann. Bläst man hinein wird diese Gummiplatte weggedrückt, unterbricht man das aufblasen des Kissen, so verschließt diese Platte die Ventilöffnung. Wer zuvor den korrekten Sitz dieser sehr flexiblen und weichen Platte nicht kontrolliert hat, der wird wie wir beim ersten Versuch das gleiche Erlebnis bekommen, dass man das Kissen voll aufblasen kann, sobald man es jedoch zum Ventil schließen vom Mund nimmt, sich das Kissen ruckzuck entleert. Zum schnelleren entleeren des Kissen kann man aber auch hier statt nur den Ablass-Stift zu drücken, direkt die Platte etwas mehr rausziehen und hat so garantiert keine Luft mehr im Kissen.

Unterm Strich alles etwas umständlicher, aber dafür reduziert auf das Minimum ohne unnötig das Gewicht und Packmaß in die Höhe zu treiben. Wer auf Luxus steht, der kann gerne einen der beiden anderen Modelle wählen und findet dort z.B. zwei Ventile vor. Nicht nur einen Überblick, sondern gleich auch noch ein bestellbares Angebot bietet hierbei der Shop der Biwakscharte.

Wer es braucht, der kann über zwei Stoffösen das aufblasbare Exped Kissen auch an die Isomatte befestigen, die eigentliche Isomatte verlängern oder es einfach nur so vor verrutschen sichern. Durch die anatomische Form und der Größe könnte man das Kissen aber ohnehin in der Kapuze verstauen. Für jede Schlafgewohnheit also etwas dabei.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Tags:

About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

Post a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Top

Blogverzeichnis blogoscoop Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deBlog VerzeichnisRSS Trekking