Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Esbit Edelstahl Kocher – Nicht nur für den Einsatz als Trockenbrennstoff-Kocher

Unterwegs kochen ist keine Kunst für sich, das richtige Kochkonzept aus Kocher und Töpfe bestehend zu finden schon eher. Hiermit werfen wir zwar kein originelles, Gewichtsrekorde brechendes Kochsystem ins Rennen, sondern präsentieren vielmehr einen Kocher, der mit folgenden Attributen glänzt: klein und simpel.

Nicht immer muss das Leichteste Equipment das Beste sein, denn oftmals geht man Kompromisse ein, die den Weg lang und beschwerlich machen. Nehmen wir z.B. den Esbit Titankocher, er ist federleicht, bietet aber auch einige Nachteile in Form eines fehlenden Windschutz oder ihn z.B. mit einem Spirituskocher zu nutzen. Witzigerweise kommt genau von der Marke Esbit ein Kocher, der die nachteiligen Punkte kompensiert und flexibler im Einsatzbereich ist.

Esbit Edelstahl Trockenbrennstoff-Kocher

Man darf sich eigentlich vom offiziellen Namen nicht irritieren lassen, den eigentlich ist es ein 2 in 1 Kochsystem, bei dem die Platte für den Trockenbrennstoff (Kocher) umschlossen ist von einem zerlegbaren Windschutz. Dies bietet natürlich auch die Möglichkeit den Windschutz allein zu nutzen, es mit einem Spiritusbrenner zu kombinieren oder daraus einen Hobo zu machen, wie man es vielerorts im Netz lesen kann. Erhältlich ist der Kocher übrigens im Shop der Biwakscharte.

Ganz anders als der Esbit Titankocher ist der Edelstahl-Trockenbrennstoff Kocher im Packmass subjektiv besser. Der Titankocher war einklappbar, zwar kürzer, aber dafür wie ein Gaskocher deutlich höher, der Edelstahlkocher ist flach und bietet so die Möglichkeit ihn in den Topf hineinzulegen. Unnötig Platz vergeudet der Kocher im Topf somit auch nicht.

Die Tasche in dem der Kocher sonst verstaut wäre, kann man so Zuhause lassen. Aufpassen sollte man jedoch auf scharfe Kanten, die die Töpfe zerkratzen können. Auch wenn es erst nicht den Anschein erweckt, so könnte man den Windschutz auch gut als Messer nutzen.

In den Kundenrezensionen bei Globetrotter liest man, dass der Kocher instabil sei, baut man den Windschutz aber so zusammen, wie es von Seiten des Herstellers konstruiert ist, dann sitzen die Elemente bombenfest in den Verankerungen. Die Platte für den Trockenbrennstoff wird nur noch in die Schlitze der Windschutzelemente geklemmt, ansonsten für Grammjäger eher uninteressant ist der Kocher auch so konstruiert, dass der Trangia Spirituskocher ebenfalls in die Schlitze gesteckt werden kann. Üblich ist jedoch der Einsatz mit den Esbit 14 g Trockenbrennstoff-Tabletten.

Unten standfest, aber wie schaut es oben aus? Auch wenn man den Kocher beim ultraleichten Trekking mehr mit kleinen Töpfen nutzen wird, so bietet er durch seinen Umfang einen guten Durchmesser auch für große Kochtöpfe. Auf unseren Fotos haben wir das GSI Halulite MicroDualist genommen, um Euch mal einen kleinen Eindruck von den Größenverhätnissen zu vermitteln.

Packmaß: 125 x 90 x 10 mm
Maße aufgebaut: 115 x 115 x 87 mm.

GSI Halulite MicroDualist

14,2 x 14 x 15 cm, 1.4 Liter

Der Verbrauch mit Esbit-Tabletten ist natürlich nicht gerade rekordverdächtig. Entweder man nimmt 3 kleine (4 g) oder 1 große Tablette (14 g), diese sollen wohl zum Kochen von 0,5 l Wasser reichen. Man liest jedoch ebenfalls, dass es auch für 0,8 Liter reichen sollen. Was nun richtig ist, werden wir noch ausprobieren. Mangels großer Tabletten konnten wir es noch nicht testen. Niedriger dürfte aber ohnehin der Verbrauch mit einem Spirituskocher sein. Wir werden beides noch auf Tour ausgiebig testen.

Fazit

Verzichten kann man auf die Tasche, die sogar über eine überwiegend sinnlose Gürtelschlaufe verfügt. Da man ohnehin einen Kochtopf verwendet, sollte man sich überlegen, ob man die Tasche mitnehmen mag. Mit einem Gewicht von 93 g inkl Tasche und 80 g ohne Tasche kann man sich schön ein Kochset zusammenstellen und wäre sehr ultraleicht unterwegs. In den Rezensionen liest man z.B. ein Beispiel, wo jemand das Snow Peak Mini Kochset (700 ml.), den Kocher mit 2 große Brennstofftabletten kombiniert und gerade mal auf ca. 200 Gramm kommt.

Wünschenswert wäre aber trotzdem, wenn man den Kocher statt nur in Edelstahl auch irgendwann mal in einer Titan-Variante bekommen würde. Erwartungsgemäß dürfte man noch mal deutlich leichter unterwegs sein. Aber auch so gibt es zum Wandern auf Tagestouren, als Notkocher oder eben als günstiges Konzept für Grammjäger nichts auszusetzen.

 

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About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

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