Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Cumulus Teneqa 700 – Ultraleichter Daunenschlafsack für Wintertouren

Auf HikingGear haben wir uns bislang vermehrt mit der Outdoorbekleidung auf Wintertouren beschäftigt. Die Ausrüstung sollte jedoch auch nicht zu kurz kommen.

Während wir mit Schneeschuhen Ausrüstungsgegenstände in der Vergangenheit vorgestellt haben, die man vorzugsweise am Tage verwendet ist nun ein Gegenstand dran, den man überwiegend in den kalten Winternächten braucht.

Als Isomatte für das Wintertrekking hatten wir bereits die Exped DownMat 7 vorgestellt, die wir auf unserer kommenden Tour ausgiebig testen werden. Eine Isomatte allein bildet jedoch noch nicht das perfekte Nachtlager im Winter, daher stellen wir Euch heute auch einen zur Wintertour passenden Daunenschlafsack vor.

Winterschlafsäcke kosten gern mal einige Hundert Euro, erst recht wenn man auch gute Qualität erwartet. Preislich ist das gefühlte Ende bei Western Mountaineering zu finden, der Anfang ist aber für uns als Outdoorseite natürlich viel interessanter, denn nicht jeder Leser ist in der Lage gleich 500 € und sogar noch mehr für einen Winterschlafsack zu bezahlen. Von der Firma Cumulus aus Polen haben wir uns ein neues Testobjekt ausgesucht. Wir hatten bereits den Mysterious Traveller 700 und den X-Lite 200 auf HikingGear vorgestellt und auf Touren getestet. Seit diesem Jahr gibt es auch einige ultraleichte Daunenschlafsäcke, die rein von den „inneren Werten“ keine Konkurrenz fürchten müssen.

Cumulus Teneqa 700

Wenn jedes Gramm der Ausrüstung zählt, man dabei auf das Gewichtsverhältnis im Bezug auf den Temperaturbereich achtet, dann wäre der Teneqa-700 bereits ein sehr interessanter Winterschlafsack. Reicht einem der Komfortwert vom Teneqa 700 nicht aus, so kann man noch zum Cumulus Teneqa 850 greifen. Der Teneqa 850 besitzt noch einmal 150 g mehr Daunenfüllung und ist dann noch mal deutlich wärmer. Als Außen- und Innenstoff kommt beim Cumulus Teneqa 700 Pertex Quantum zum Einsatz. Das Pertex Quantum-Material ist mit eines der leichtesten, daunendichtesten Stoffe auf dem Markt

Gewicht

Schaut man sich Schlafsäcke an, so gibt es im Gewichtsbereich zwei Werte die von Interesse sind. Das Gesamtgewicht wird beim Cumulus Teneqa mit 1170 g angegeben. Dieser Wert allein hat noch keine große Aussagekraft hilft jedoch sich ein wenig zu orientieren im Markt der Daunenschlafsäcke. Mit etwas über 1200 g ist man beim Gesamtgewicht ungefähr auf Augenhöhe mit einem Marmot Pinnacle. Während man bei der 700 g Daunenmasse ebenfalls den gleichen Wert im Füllgewicht besitzt, ist die jeweilige Daunenqualität verschieden.

Daunen

Wie im Absatz zuvor geschrieben ist der Teneqa 700 zwar auch mit Gänsedaunen gefüllt, jedoch ist das Verhältnis und die Daunenqualität eine andere im Vergleich zum Pinnacle. Ein unglaublich geringes Gewicht im Verhältnis zu seinen Möglichkeiten ist darin begründet, dass 700 g Gänsedaunen im Verhältnis 96/4 mit mindestens 850 cuin seine inneren Werte bezeichnen. Anders als der Marmot Pinnacle mit -5,4 °C schafft der Cumulus Schlafsack eine Komforttemperatur mit -17°C.

Aufbau

Nicht nur die Füllung ist interessant, sondern auch wie der Schlafsack aufgebaut ist. Die oben genannte Daunenmenge ist so z.B. in V-Kammern verteilt. In zwei voneinander unabhängigen Tunneln befindet sich die Daunenfüllung auf der Unter- und Oberseite des Schlafsacks verteilt.

Wie es sich für einen richtigen Winterschlafsack gehört, besitzt der Cumulus Teneqa einen Wärmekragen, einen abgedeckten, isolierten RV und nicht zu vergessen eine vernünftige 3-D-Kapuze. Den Wärmekragen und die Kapuze kann man sich jeweils durch eine Kordel mit Stopper so verschliessen wie man es gerne hätte.

Verpackt – Auf Tour & Zuhause

Cumulus liefert bereits zwei Säcke mit. Im robusten Packsack kann man den Schlafsack auf der Tour verstauen. Laut Cumulus beträgt das Volumen 12 dm³. Bei uns ist es zur Tradition geworden diesen mitgelieferten Rundbeutel immer durch einen wasserdichten Packsack der Marke Sea2Summit zu ersetzen. Vorteil der Sea2Summit-Beutel ist ganz klar das Gewicht und die Tatsache, dass der Schlafsack nun komplett wasserdicht verstaut ist.

Für die Lagerung Zuhause gibt Cumulus einen Aufbewahrungssack mit. Dieser Aufbewahrungsbeutel ist anders als bei Marmot nicht aus Baumwolle, sondern aus einem Netzgewebe und lässt den Daunenschlafsack gut lüften.

Daten

  • Maximale Körpergröße: 190 cm
  • Weite oben / unten: 85 / 55 cm
  • Reißverschluss YKK 175 cm mit zwei selbstarretierenden Schiebern

Fazit

Beim Cumulus Teneqa 700 bleiben keine Wünsche offen. Rein vom ersten Eindruck ausgehend wird sich der Teneqa 700 sowohl für anspruchsvolle Bergtouren und Expeditionen als gute Wahl präsentieren, als auch auf Wintertouren wo jedes Gramm der Ausrüstung zählt.

In Anbetracht des niedrigen Preis für den Cumulus Teneqa 700, den es bereits für unter 300 € gibt, wäre der Schlafsack erst recht eine gute Alternative zu den weit teureren Daunenschlafsäcken aus Amerika.

Wir werden den Teneqa 700 nun auf unseren Wintertouren testen und im Anschluss auf HikingGear in Form eines Testbericht über unsere Erfahrungswerte berichten.

Zwei Punkte sind uns aber schon beim ersten Eindruck aufgefallen sind.

Eine Stirnlampe haben wir meist um den Hals in der Nacht, für die Uhr, die zugleich auch der Wecker und das Thermometer auf Tour ist, soll der Cumulus Teneqa 700 wie viele andere Schlafsäcke auch eine kleine Innentasche besitzen. Scheinbar ist die Tasche so gut versteckt, dass man diese (noch) nicht findet. Beim Pinnacle, Arroyo oder Arete von Marmot kennt man es, dass diese Tasche eine Netztasche am Wärmekragen ist. Manchmal ist es auch nur eine Tasche, die mit Klettverschluss verschlossen ist. Bei der Suche nach Möglichkeit 1 bis Möglichkeit 2 ist man bislang noch nicht fündig geworden. Vielleicht auch ein Fehler in der Produktbeschreibung.

Die Verarbeitung ist als solche zu 90 % erstklassig, wie man es eben bei Cumulus gewohnt ist. Beim Teneqa 700 entdeckt man jedoch das erste mal Fransen an den Schlaufen am Fußende.

Kein Beinbruch, keine Einbußen in der Bedienbarkeit oder Beeinträchtigung der Wärmeleistung, geben jedoch einen kleinen Knicks im 1. Eindruck zum Schlafsack ab, der sonst Lust auf mehr macht.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Tags:

About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

Post a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Top

Blogverzeichnis blogoscoop Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deBlog VerzeichnisRSS Trekking