Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Bilder vom Golite Shangri La 3 – Beginn eines MYOG Projekts?

Dass wir das Golite Shangri La 3 unser Eigen nennen, ist spätestens seit dem SL 3 Artikel auf HikingGear bekannt. Damals war ich aber bislang nicht dazu gekommen Fotos zu machen und sie ins Netz zu stellen.

Das schöne Wetter der letzten Tage und recht entspannte Wochen zuvor, erlaubten es aber nun einige Punkte auf der ToDo Liste abzuarbeiten und sich mal etwas mit der Gewichtsreduzierung der leichten Trekking Ausrüstung zu beschäftigen.

Beginnen wir mal beim Packmass des Shangri La 3, welches mit 45 cm x Ø 12 cm angegeben wird. Prinzipiell lässt es sich verkleinern, da im großen Beutel auch das Gestänge enthalten ist, welches man auch außerhalb des Rucksack tragen kann bzw. durch Trekkingstöcke sicherlich eines Tages ersetzen wird.

Die Golite Farbe ist „Evergreen“ und es handelt sich hier noch um das Modell 2009, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es außer beim Material auch noch Veränderungen am Golite Shangri La 3 gegeben hat.

Aufgebaut ist es sehr leicht und mit „Aufbauhilfe“, sprich Kordel auch schnell erledigt. Man kann eigentlich nur das Trekkingzelt lieben, denn die Höhe ist schon perfekt.

Die Lüfter sind bei allen Shangri La Zelten gleich, zumindestens erkenne ich bei meinen Zelte keinen Unterschied. Das schöne hierbei ist, dass diese bereits abstehen und nicht mühsam mit Draht & Co verbogen, kontrolliert, korrigiert, kontrolliert und am Ende mit ernüchternen Resultat halb verschlossen aufgestellt werden.

Sturmstabiler kann man es noch mit weiteren Leinen abspannen, diese muss man sich aber noch selber beschaffen.  Die Seitenlänge ist super, man sieht aber auch wie weit der geöffnete Eingang ins Zelt reinfällt, was nicht so prickelnd ist, wenn das Außenzelt nass ist.

Der Innenraum ist luxuriös und richtig groß. Als Solowanderer ein Tanzpalast 😉  aber ich denke, dass man auch zu zweit gut nächtigen wird. Zu Dritt wäre wohl schon das Maximum überschritten, wenn sie alle 1,90 m sind.

Das Gestänge ist recht wuchtig und in meinen Augen der Punkt schlechthin, denn man zur Einsparung von Gewicht ersetzen sollte. Anbieten würde sich das eine Kopplung von Trekkingstöcken. Einner allein reicht leider nicht, also müssen zwei her oder ein weiteres Element in einem der Stöcke.

Wie man sieht gibt es zwei Lüfter beim Zelt und wie man an den Schattierungen erkennt, sind diese weit genug, so dass kein Regen usw. ins Zelt dringen kann.

Die Lüfter selber besitzen ein Mückennetz.

Das Zeltmaterial ist wieder ein Ripstop-Stoff und schützt daher vor das Ausweiten von Löchern.

So, nun zum MYOG Projekt bzw. der Grund dazu. Wie oben schon geschrieben, reicht der komplett geöffnete Eingang weit ins Zelt, ebenfalls nicht so optimal wäre es dann einen Innenzelt zu haben, welches bündig am Außenzelt anschließt. Das tolle an diesen Lavus/Tipis ist aber auch, dass man in den Zelten kochen kann. Das handelsübliche Innenzelt von Golite für das Shangri La 3 wäre daher nicht ganz so perfekt.

Die Frage ist nun nur, nimmt man die neue Serie der Innenzelte, die noch dazu im Rohzustand ~200 g leichter sind und verändert es so, dass man eine Apsis hat oder näht man sich direkt ein neues Innenzelt mit Apsis?

Werde mir da mal ein paar Sachen durchrechnen wie Materialbedarf und erwartete Gewicht bzw. mich mit dem Corel Designer X4 beschäftigen und mal Zeichnungen anfertigen.

Schaun wir mal, was am Ende als Ergebnis präsentiert werden kann.

Übrigens gibt es sehr aussagekräftige Bilder des Golite Shangri La 3 auf der Seite von Daniel, dem Mr.Sunrise. Hier geht es zu seinem Blog. Speziell interessant wäre für Euch der Artikel „Schnee, ein Wochenende in der Eifel„.

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About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

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  1. Sehr praktisch wenn die Freundin etwas kleiner ist und man auch selbst unter 1,90 geblieben ist…quasi ein Palast 😉

    Da ich schon das (alte) Innnezelt habe, stellt sich für mich nur die Frage, traue ich es mir zu ein leichteres „Half Nest“ Innenzelt zu nähen? lohnt sich das überhaupt? mal abgesehen von meinen sicher unzureichenden Nähfähigkeiten *g*.

    Corel Designer X4…kein Schnäppchen um nur mal eben nen Innenzelt zu planen, aber bin gespannt auf die Ergebnisse 😀

    • Chef sagt:

      OT: Das komplette CorelSortiment stellt mir mein Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung 😉
      Arbeite mit der Software lieber als mit Google Sketch Up.

  2. Ove sagt:

    Hej, ist zwar schon ein älterer beitrag, aber wenn du die tür auf der richtigen seite aufmachst, sprich der reissverschluss „rechts“ geöffnet wird, kannst du die türe auch fixieren 😉
    die tür ist die stoffbahn unter dem lüfter.
    aber trotzdem liegt die offene bahn dann etwas auf dem boden.
    Liebe Grüße

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