Ultraleichte Bekleidung und Ausrüstung für Ultralight Trekking

Berghaus Octans 40 – der ultraleichte Rucksack aus England

Wie schon desöfteren hier auf HikingGear geschrieben, gab es nur wenige Produkte auf der diesjährigen OutDoor die mich überzeugen konnten und einen bleibenen Eindruck hinterlassen haben. Ein Produkt was mich die ganze Zeit gefesselt hat, war ein Rucksack aus England. Berghaus, eine Marke die man gerade in der „Extreme“ Serie besonders unter Beobachtung haben sollte hatte auf der OutDoor die Asgard Serie präsentiert. Sowohl die Jacken, als auch der Rucksack wirkten sehr gut und so war die Entscheidung klar, dass man davon etwas testen muss.

Bevor es zum Testen geht, will ich aber mal den Rucksack kurz vorstellen und zeigen, warum er gerade so einzigartig ist. Man sieht, ich bin von ihm begeistert und man muss sagen, es kommt eigentlich nicht oft vor, dass der erste Eindruck so positiv ausfällt.

Am Namen Berghaus Octans 40 kann man schon erkennen, dass es ein Rucksack mit 40 Litern ist. Ob und wieviel Liter tatsächlich nutzbar sind, kann ich nicht beurteilen, da ich nicht wie Globetrotter kleine Kügelchen habe und sie hineinschütten kann. Rein aus subjektiver Sicht kann ich jedoch sagen, dass man darin locker seine leichtgewichtige Ausrüstung für mehrere Tage bzw. Wochen hineinpacken kann. Alles natürlich in Abhängigkeit davon, wieviel man hat und wie groß die jeweilige Ausrüstung ist.

Angepriesen wird der Rucksack mit ~ 400 g. Nachgewogen habe ich ihn noch nicht, denn das sehe ich als Teil des Testberichts, welcher im Anschluß an unserer Tour erfolgen wird. Auch hier wieder rein subjektiv wiegt er nur ein Bruchteil mehr, als mein Golite ION mit 300 g, ist dafür aber deutlich größer und hat mehr SchnickSchnack.

Die Begeisterung ist begründet auf zwei Punkte, die für mich in Abhängigkeit stehen: Das bereits angesprochene Gewicht mit 400 g und die vielen Details. Diese Kombination hat in meinen Augen klar die Nase vorn im Vergleich zu den anderen Ultralight-Rucksäcken die ich so in Natura bei Treffen, auf Messen oder im Netz bewundern konnte. Ich selber nutze z.B. auch den Golite ION.

Am Golite ION ist alles sehr spartanisch konstruiert, ohne jedoch auf die Robustheit zu verzichten. Der Berghaus Octans 40 ist genau das Gegenteil. Optimiert auf das Gewicht, ohne jedoch auf die Details zu verzichten und schon sind wir in der Richtung Gossamer Gear Mariposa & Co.

Ein Tragegestell in Form von Alustreben gibt es nicht, dafür ist es ja heute auch üblich eine Z-Lite oder normale Evazote in den Rucksack zu rollen und somit Stabilität zu kriegen. Anders als andere Ultralight-Rucksäcke hat der Octans aber auch eine ganz dünne Platte eingearbeitet, die sich wie eine perforierte Gummimatte anfühlt. Wer auf diese verzichten mag, kann diese auch entfernen.  Wieviel dies am Ende an Gewichtsersparnis bringen würde, wird nachgewogen. Im Gegensatz zum ION hat der Octans jedoch richtige „“Hüftflossen“ also einen Beckengurt, der zwar nicht sonderlich stabil ist, aber nun mal nicht nur ein normales Nylonband darstellt. Von der Optik ähnelt der Hüftgurt dem der großen Rucksäcke, wie z.B. dem Lightwave Ultrahike. Ähnlich meinem alten Golite Jam hat der Berghaus Octans nun auch wieder Taschen am Hüftgurt. Diese Taschen sind aus einem Netzgewebe, dehnbar und mit einem RV verschließbar. Ideal also für Energy Riegel, die Stirnlampe oder irgend ein EDC.



Sehr gut sind aber auch die Verstaumöglichkeiten der Kleinteile und der Ausrüstung, die man immer griffbereit haben möchte. Hier erkennt man eigentlich auch ganz gut, dass die Mount Asgard Collection für ein Adventure Racing Team  (Team Orion aus Neuseeland) entworfen worden ist, denn er strotzt regelrecht vor Möglichkeiten seine Hardshell, die Energy-Riegel, die Regenhose oder eben den Kocher unterzubringen. Das Deckelfach bietet so z.B. zwei Taschen. Die Oberseite ist ebenfalls nach oben hin aus dem Netzgewebe, verschließbar und mit einem Haken versehen, um z.B. Schlüssel, Geldbörse etc.pp zu fixieren, damit die Gegenstände nicht rausfliegen. Aufgrund des Netzgewebe ist das Fach nicht wasserdicht, jedoch wirkt der ganze Rucksack nicht wasserdicht, so dass man sich wasserdichte Packsäcke oder eine Regenhülle besorgen sollte. Unterhalb des Deckelfachs ist ebenfalls eine kleine Tasche zum Verstauen von Kleinteilen. Die beiden Taschen auf den „Hüftflossen“ habe ich bereits erwähnt, desweiteren gibt es aber auch eine Tasche in Brusthöhe. Bei anderen Marken wie Osprey gibt es ein Tasche als optionales Zubehör, Berghaus hingegen hat dort bereits eine Tasche im Lieferumfang, die einfach in die Schulterträger eingehangen werden. Darüber hinaus sind weitere rote Ösen, die man ebenfalls zum Einhängen von GPS & Co verwenden könnte.

Eine Trinksystemvorbereitung ist genauso wie eine in den Brustgurt integrierte Trillerpfeife ebenfalls vorhanden.

Fazit:

Der erste Eindruck ist sehr gut. Auch wenn man beim ein oder anderen Punkt eventuell den Rotstift ansetzen könnte, um noch das ein oder andere Gramm zu sparen. ist der Rucksack perfekt und bietet nun auch endlich mal bei den großen Marken einen Rucksack, denn man sonst nur bei den Garagenfirmen erwarten würde.

Von der Aufteilung her ist der Rucksack ideal, denn die Hardshell kann man bequem in die vordere Netztasche packen, während das Gestänge oder die Capri-Sonne mit Spiritus in den Seitentaschen abgelegt werden können.

Testen werde ich den Rucksack nun auf den kommenden Touren am Ende des Monats bzw. auf einer Wintertour im Dezember. Im Anschluss werde ich über den Berghaus Octans 40 noch mal berichten.

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About the Author

Seit gut 10 Jahren stets ultraleicht auf Tour im hohen Norden und in Südeuropa. Auf Tour ist man selbst als Grammjäger unterwegs und greift dort gern aus Überzeugung zur leichten Ausrüstung und Bekleidung, wobei dies jedoch eher "gemäßigt" praktiziert wird. "Grenzwertige" Experimente im nicht minder interessanten "super-ultralight backpacking"-Bereich finden hingegen meist am Wochenende auf kurzen Touren statt. Das Ergebnis ist hoffentlich eine interessante Mischung aller Facetten des Leichtgewichtswandern auf Ultraleicht-Trekking.

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